Fundsachen

Eugen Roth

Ein Mensch sitzt da, ein schläfrig trüber,
Ein andrer döst ihm gegenüber.
Sie reden nichts, sie stieren stumm.
Mein Gott, denkst du, sind die zwei dumm.

Der eine brummt, wie nebenbei
Ganz langsam: Tc6-c2.
Der andre wird allmählich wach
Und knurrt: Da3-g3: Schach!

Der erste, weiter nicht erregt,
Starrt vor sich hin und überlegt.
Dann plötzlich, vor Erstaunen platt,
Seufzt er ein einzig Wörtlein: Matt!

Und die du hieltst für niedre Geister,
Erkennst du jetzt als hohe Meister!

Ein Mensch in seinem ersten Zorn
Wirft leicht die Flinte in das Korn,
Und wenn ihm dann der Zorn verfliegt,
die Flinte wo im Korne liegt.

Der Mensch bedarf dann mancher Finte,
Zu kriegen eine neue Flinte.

Ein Mensch bemerkt mit bitterm Zorn,
Dass keine Rose ohne Dorn.
Doch muss ihn noch viel mehr erbosen,
Dass sehr viel Dornen ohne Rosen.

Ein Mensch erhofft sich fromm und still,
Dass er einst das kriegt, was er will.
Bis er dann doch dem Wahn erliegt
Und schließlich das will, was er kriegt.

Ein Mensch sagt – und ist stolz darauf -
Er geh in seinen Pflichten auf.
Bald aber, nicht mehr ganz so munter,
Geht er in seinen Pflichten unter.

Ein Mensch denkt logisch, Schritt für Schritt,
jedoch, er kommt nicht weit damit.
Ein andrer Mensch ist besser dran:
Er fängt ganz schlicht zu glauben an.

Im Staube bleibt Verstand oft liegen -
Der Glaube aber kann auch fliegen!

Ein Mensch sieht ein – und das ist wichtig:
Nichts ist ganz falsch und nichts ganz richtig!

Ein Mensch, entschlusslos und verträumt,
Hat wiederholt sein Glück versäumt.
Doch ist der Trost ihm einzuräumen:
Man kann sein Unglück auch versäumen.

Ein Mensch in Reuequalen schrie:
„Oh hätt ich nie, oh hätt ich nie!“
Dann wieder, und gar wilder noch:
„Oh hätt ich doch, oh hätt ich doch!“

Zu spät! Doch oft wie Scherben passen
zusammen falsches Tun und Lassen!

Natur vollbringt oft wunderbar,
Was eigentlich nicht möglich war.
Ein Mensch nimmt, guten Glaubens, an,
Er hab das Äußerste getan.

Doch leider Gotts versäumt er nun,
Auch noch das Innerste zu tun.

Ein Mensch – das trifft man gar nicht selten – der selbst nichts gilt, lässt auch nichts gelten.

Werner Finck

Die schwierigste Turnübung ist immer noch, sich selbst auf den Arm zu nehmen.

An dem Punkt, wo der Spaß aufhört, beginnt der Humor.

Humor = Die Lust zu lachen, wenn einem zum Heulen ist.

Da, wo's zu weit geht, fängt die Freiheit erst an.

Auch die Bretter, die man vor dem Kopf hat, können die Welt bedeuten.

Ein Mensch, der sich ohne ersichtlichen Grund eines Tages Stecknadeln und Reißzwecken in den Mund stopft und schluckt, ist ein Irrer.

Er kann davon sterben ... Macht er derlei Dinge aber in regelmäßigen Abständen, so ist er ein Artist. Er kann davon leben.

Schafe = Wollüstige Tiere.

Es ist immer ein heiter stimmender Anblick, wenn Prinzipienreiter abgeworfen werden.

Karl Valentin

Fremd ist der Fremde nur in der Fremde.

Mögen hätt ich schon wollen, aber dürfen habe ich mich nicht getraut.

Kunst kommt von Können, nicht von Wollen, sonst müsste es ja Wunst heissen.

Früher war sogar die Zukunft besser.

Es ist schon alles gesagt, nur noch nicht von allen.

Limericks

There was a young lady named Bright,
Whose speed was far faster than light;
She started one day
In a relative way,
And returned on the previous night.

(Arthur Henry Reginald Buller)

There was a young lady of Niger
who smiled as she rode on a tiger;
They returned from the ride
with the lady inside,
and the smile on the face of the tiger.

(Edward Lear and William Cosmo Monkhouse)

A man called Percival Lee
Got up one night for a pee.
When he got to the loo
It was quarter to two,
And when he got back it was three.

(Spike Milligan)

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